Die Geschichte der Industrialisierung hat in der landschaftlich reizvollen Region des Bergischen Landes eine Vielzahl imposanter Zeugnisse hinterlassen. Ehrenamtliche Initiativen und öffentliche Träger engagieren sich, diese Stätten zu bewahren, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und somit das Bewusstsein für die Industriegeschichte und Identität der Region wachzuhalten. Doch sind viele dieser Stationen bisher wenig bekannt oder gerade im Aufbau begriffen.
Um dieses Potential zu nutzen und ein gemeinsames Profil der Industriekultur im Bergischen Land zu erarbeiten, hat sich im Sommer 1997 eine Arbeitsgemeinschaft von Museen und interessierten Einzelpersonen zusammengefunden, die seit August 1998 als eingetragener Verein unter dem Namen ‚Netzwerk Industriekultur Bergisches Land' firmiert.
Das Netzwerk versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle, die an der Geschichte und Gegenwart des Bergischen Landes als einer Industrie- und Kulturlandschaft interessiert sind. Es fördert die Koordinierung der Kräfte, Erfahrungen und Inhalte selbständiger Einrichtungen oder Standorte: von Bodendenkmälern und Industriedenkmälern in Privatbesitz; von Museen, die aus ehrenamtlicher Initiative entstanden bis hin zu öffentlichen Einrichtungen wie den Industriemuseen der Städte und des Landschaftsverbandes Rheinland. Sie alle lassen sich im Verbund wirksamer präsentieren und industriehistorisch nutzen. Denn erst in der Gesamtschau werden Zusammenhänge deutlich, und die Bedeutung auch kleinerer oder kaum entwickelter Stationen wird erfahrbar.
Das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land e.V. hofft, seinen Teil dazu beitragen zu können, das Bewusstsein für die überaus reizvolle Industrie-Kulturlandschaft zu fördern. Es möchte damit anregen, die industrietouristischen Potentiale dieser Region in Zukunft nicht nur besser zu nutzen, sondern auch weiter auszubauen.