Restaurierung im Engels-Haus abgeschlossen

Seit 2018 liefen die umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im und am Engels-Haus – durchgeführt von Betrieben, die noch die entsprechenden traditionellen Handwerkstechniken beherrschen: Dach und Fassaden wurden neu verschiefert; Fenster und Fensterläden wurden restauriert; historische Holzbauteile wie Türblätter und -zargen, Fußleisten und Treppe wurden neu aufgearbeitet; Natursteinsockel und Gewölbe des Gebäudes wurden gereinigt und mit einer Schutzschicht versehen. Das Parkett wurde Stück für Stück nummeriert, aufgenommen, aufbereitet und wieder eingesetzt. Selbst als die Arbeiten schon in vollem Gange waren, hielt das Engels-Haus noch positive Überraschungen parat: So wurde zum Beispiel während der großflächigen Abtragung von Schichten im Musikzimmer im Erdgeschoss eine dort nicht vermutete wertvolle Tapete freigelegt, die nun mit einer Schutzschicht versehen und zu einem kleinen Teil zu sehen ist. 

 


In der neu konzipierten Dauerausstellung wird Leben und Werk des berühmtesten Sohns Wuppertals gezeigt und ein faszinierender Einblick in die bürgerliche Alltagskultur der pietistischen Unternehmerfamilie Engels gegeben. Besonders bemerkenswert sind hier das Musikzimmer der Familie Engels mit aufwendigen Stuckarbeiten sowie das repräsentative Tapetenzimmer, dessen farbige Darstellung von Fluss- und Küstenlandschaften bis heute beeindrucken. Gefördert wird die neukonzipierte Dauerausstellung im Engels-Haus vom Landschaftsverband Rheinland. 

Bund fördert Museum Frühindustrialisierung mit 2,5 Mio. Euro

Erfreuliche Nachrichten aus Berlin: Die neue Dauerausstellung im Museum für Frühindustrialisierung wird mit 2,5 Millionen Euro vom Bund gefördert. Das Museum für Frühindustrialisierung soll als industrie- und sozialgeschichtliches Museum die frühe Entwicklung der Industrie im Wuppertal mit ihren technik-, sozial-, wirtschafts- und mentalitätsgeschichtlichen Facetten zeigen. Der Museumsbesucher lernt das Wuppertal als frühe industrielle Pionierregion Deutschlands kennen, als ein Labor und Vorreiter der europäischen Moderne. 

 

Neben der Modernisierung der Ausstellung und des museumspädagogischen Konzeptes stehen insbesondere bauliche Sanierungsmaßnahmen innerhalb der betroffenen Gebäudeteile im Fokus. Sowohl Remise als auch Kannegießersche Fabrik sollen in Zukunft in allen Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen barrierefrei zugänglich sein. Wichtige Bestandteile des Ausstellungskonzeptes umfassen unter anderem alternative mediale Vermittlungstechniken. Dazu zählen sensorisch-haptische Angebote ebenso wie die Verwendung unterschiedlicher Textformen (leichte Sprache, Gebärdensprache, Blindenschrift). Die Ausstellungseinbauten werden unterfahrbar gestaltet, das Raumkonzept wird eine besucherfreundliche Wegeführung sowie den besonderen Platzbedarf für bestimmte Personengruppen berücksichtigen. 

 

 

 

Aktuelles

Neue Homepage in Arbeit

Das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land e. V. ist dabei eine neue benutzerfreundliche Homepage zu erstellen. Bis dahin wird unsere Homepage nur sporadisch gepflegt. Wenn Sie über die Aktivitäten des Netzwerks informiert bleiben wollen, melden Sie sich bitte für unseren Newsletter an: Anmeldung Newsletter.

Museum Industriekultur Wuppertal 

 

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Tel.: +49 (0)202 563 4735

 

www.zsi-wuppertal.de 

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Stadt Wuppertal/Medienzentrum, Stefanie vom Stein