Ronsdorf war nicht nur in Deutschland, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus als „Stadt der Bänder“ bekannt. Es galt als Mittelpunkt der bergischen Hausbandwirkereien, deren Blütezeit im 19. Jahrhundert lag.

Auf eine stattliche Zahl von rund 2.000 Bandstühlen, die zum größten Teil von Hausbandwirkern betrieben wurden, konnte die selbstständige Stadt um 1900 bei 13.299 Einwohnern zurückblicken. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Bandwirkerei in Ronsdorf rückläufig.

 

Ziel des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins war und ist, den für Ronsdorf bedeutenden Erwerbszweig der Bandwirkerei in einem Museum für die Nachwelt zu erhalten. Aus einem Zusammenschluss einiger ehemaliger Bandwirker unter dem Initiator Josua Halbach bildete sich 1989 der “Arbeitskreis Bandwirkermuseum”. Josua Halbach (Jahrgang 1912), selbst langjähriger Hausbandwirker. ist es zu verdanken, dass mit Unterstützung der Stadt Wuppertal, Ronsdorf an historischer Stelle, in der „ehemaligen Preußischen Bandwirkerschule“ (im Volksmund Fachschule) ein Bandwirkermuseum unter der Federführung des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins eingerichtet werden konnte.

 

Vom handbetriebenen Mühlstuhl (etwa 1836) über elektrisch betriebenen Band- und Jacquardstuhl bis zum modernen Nadelautomaten wird die technische Entwicklung der Bandindustrie gezeigt. Alle Geräte, werden über Transmissionen angetrieben. Winden und Spulmaschinen sowie Schärhaspel vermitteln ein komplettes Bild der heimischen Hausbandwirkerindustrie. Die Herstellung der Riete anhand von Standmustern wird vorgeführt, die Anfertigung von Schetspulen in Mustern und das Schlagen und Schnüren von Jacquardkarten gezeigt. Zahlreiche Fachbücher über die Bandwirkerindustrie und Videobänder zeigen die Arbeit der Bandwirkerei. Eine umfangreiche Bandmusterschau vervollständigt die Sammlung im Bandwirkermuseum. 

 

 

44. Internationaler Museumstag im Bandwirkermuseum

Der Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein plant in Unwissenheit über die Corona-Entwicklung für den Internationalen Museumstag 2021. Falls erlaubt, wird das Bandwirkermuseum in der Fachschule an der Remscheider Straße 50 am Sonntag, 16. Mai, von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Es sollen kleine Gruppen von drei Personen mit Anmeldung zugelassen werden. Anmeldungen bei Walter Abram, Telefon 0202 461715.

 

Für die Wartenden und auch alle Ronsdorf, die vorbeikommen wollen, wird im Außenbereich ein Bandwirkercafé mit Waffeln und Kaffee „To go“. angeboten. 

 

 

 

Aktuelles

Neue Homepage in Arbeit

Das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land e. V. ist dabei eine neue benutzerfreundliche Homepage zu erstellen. Bis dahin wird unsere Homepage nur sporadisch gepflegt. Wenn Sie über die Aktivitäten des Netzwerks informiert bleiben wollen, melden Sie sich bitte für unseren Newsletter an: Anmeldung Newsletter.

Bandwirkermuseum Ronsdorf
Remscheider Straße 50
Wuppertal

 

Tel.: 0202/5637222 (AB)

 

Öffnungszeiten:
mittwochs von 17 bis 18 Uhr

und nach Vereinbarung

 

www.hub-ronsdorf.de
www.bandwirkermuseum-ronsdorf.de