Mit der Liewerfrau unterwegs auf den Spuren der Solinger Industriekultur

Aus Mitteln des NRW-Heimatfonds entsteht in den Jahren 2021 und 2022 in Solingen ein thematischer, qualitativ hochwertiger Wanderweg. Das finanzielle Gesamtvolumen des Projekts beträgt rund 312.000 Euro, von denen das Land NRW 90 Prozent trägt (rund 281.000 Euro).

Der etwa 16 Kilometer lange „Liewerfrauenweg“ zeichnet symbolisch die Transportwege der Lieferfrauen zwischen Schleiferei und Kaufmannskontor nach, auf denen die Frauen bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Rohware in Körben auf dem Kopf balancierten. Sie legten dabei bis zu zehn Kilometer zurück und trugen 15 bis 25 Kilogramm Gewicht über 100 Höhenmeter bergauf. Der mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbare Weg „erzählt" Solinger Industrie- und Kulturgeschichte und erschließt die spezifische Solinger Topografie mit ihrem kontrastreichen Wechsel von urbaner Landschaft, Bachtal und Mittelgebirgslandschaft. Der Weg führt zu zahlreichen Relikten und Denkmälern der Solinger Wirtschafts-, Handwerks- und Siedlungsgeschichte. Er verbindet als Rundweg die ehemalige Stahlwarenfabrik Friedr. Herder Abr. Sohn, das heutige Gründer- und Technologiezentrum Solingens, mit dem vierhundertjährigen Wipperkotten an der Wupper. 


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Aktuelles

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Lieferfrau und Begleiter auf dem Weg nach Solingen um 1870. Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Illustration (Stadtarchiv Solingen).

Impressionen vom Weg: Hofschaft Untenpilghausen im Pilghauser Bachtal, Aufstieg nach Kohlsberg